Beim 57. Bundeswettbewerb für Jungen und Mädchen in Münster stellte der Ruderverein Emscher (RVE) mit Linda Vischer (12) und Hanna Beuth (13) gleich zwei Nachwuchstalente. Knapp 1000 Ruderinnen und Ruderer aus ganz Deutschland waren angereist – allesamt Landessieger oder Vize-Landessieger ihrer jeweiligen Landesverbände.
Donnerstag, 02.07.2026 – Anreise
Die Anreise führte an den Aasee nach Münster, übernachtet wurde – wie beim Bundeswettbewerb üblich – gemeinschaftlich in einer Turnhalle.
Freitag, 03.07.2026 – Silber auf der Langstrecke

Mittags ging es auf die 3000-Meter-Langstrecke. Hanna und Linda traten im Mädchen-Doppelzweier der Altersklasse 12–13 Jahre Leichtgewicht an (beide unter 50 kg Körpergewicht). Über die gesamte Distanz zeigten die beiden eine technisch überzeugende Leistung.
Spannend wurde es an der Wende: Da die Boote im Minutenabstand starten, hatten Hanna und Linda bereits nach 500 Metern ein langsameres Boot eingeholt. Da an der Wende nicht überholt werden darf, mussten sie sich zunächst hinter dem langsameren Boot einreihen und erst auf dem folgenden Streckenabschnitt überholen – ein verfrühtes Überholmanöver hätte eine Zeitstrafe oder gar die Disqualifikation zur Folge gehabt.
Trotz dieser Verzögerung reichte es in der Abteilung für Silber am Band und damit den Einzug ins A-Finale am Sonntag. Entsprechend groß war die Freude bei Hanna und Linda über die erste Medaille des Wochenendes für NRW.
amstag, 04.07.2026 – Athletik-Wettbewerb: Silber Nummer zwei
Am Samstag standen zunächst die allgemeinsportlichen Zusatzwettbewerbe im Sportpark Münster auf dem Programm. Aus den rund 1000 Sportlerinnen und Sportlern bildeten die Landesverbände 96 Riegen. Hanna Beuth erreichte mit ihrer Riege für NRW den zweiten Platz – die zweite Silbermedaille des Wochenendes.

Sonntag, 05.07.2026 – A-Finale: Knappster Zieleinlauf der Bundesregatta
Zum Abschluss ging es über 1000 Meter ins A-Finale gegen die schnellsten Mädchen-Leichtgewichts-Doppelzweier Deutschlands. Der Start lief für Hanna und Linda nicht optimal: Sie lagen schief in der Bahn und mussten zunächst ihren Kurs korrigieren – das kostete unnötig Kraft und Meter.
Dennoch lagen die beiden nach 800 Metern in einem hart umkämpften Feld auf Platz zwei. Auf den letzten Metern fehlten ihnen jedoch die Körner für den entscheidenden Endspurt, sodass sie die gegnerischen Boote passieren lassen mussten. Alle fünf Boote erreichten das Ziel innerhalb von weniger als 5 Sekunden – der engste Zieleinlauf der gesamten Bundesregatta.
Erschöpft und zunächst etwas enttäuscht, keine weitere Medaille geholt zu haben, überwog bei Hanna und Linda schon kurz darauf der Stolz auf ein rundum starkes Wochenende mit zwei Silbermedaillen für NRW.

Fazit
Mit Silber auf der Langstrecke und Silber im Athletik-Wettbewerb sowie einem hauchdünnen Ausscheiden aus den Top 3 im A-Finale zeigten Linda Vischer und Hanna Beuth vom Ruderverein Emscher beim Bundeswettbewerb Rudern 2026 in Münster starke Leistungen auf allen drei Wettkampftagen.

