Bereits zum vierten Mal in Folge sind Aktive aus der Kaderschmiede des Ruderverein Emscher bei den Olympischen Spielen im Einsatz. Die Tradition von Bernd Heidicker, Annina Ruppel und Gregor Hauffe (Teilnehmer 2000 , 2004 und 2008) führen in diesem Jahr Gregor Hauffe im Vierer ohne und Constanze Siering als Newcomerin und Schlagfrau des Frauenachters weiter fort.

Gregor Hauffe übte seine ersten Ruderschläge bereits vor mehr als 20 Jahren hier auf dem Rhein-Herne Kanal unter Leitung seines Vaters Rüdiger Hauffe, der damals Cheftrainer beim RVE war. Zu den zahlreichen internationalen Erfolgen gehören ein  6. Platz bei den Olympischen Spielen in Peking im Vierer ohne (damals noch als Sensation zu werten, da mit zwei Ersatzleuten errrudert) sowie in den Jahren danach drei Weltmeisterschaften als Mitglied des Deutschlandachters. In diesem Jahr geht Gregor wieder im Vierer ohne an den Start. Viel wird davon abhängen, wie die äußerst erfahrene Crew (alle vier Ruderer sind bereits Weltmeister) in die Regatta hineinfindet. Wenn der Endlauf erreicht wird, ist manches möglich. Drücken wir Gregor, der im Übrigen schon vor Jahren aus beruflichen Gründen zum RTHC Bayer Leverkusen gewechselt ist, jetzt aber wieder in Wanne-Eickel wohnt, die Daumen, damit er am Ende seiner Karriere noch einmal bei Olympia ganz weit vorne landet.

Gegenüber Gregor Hauffe ein echter Frischling im internationalen Regattageschäft  ist Constanze Siering, die vor einigen Tagen im Trainingslager in Ratzeburg ihren 21. Geburtstag feiern konnte. Mit zwei dritten Plätzen im Achter bei Juniorenweltmeisterschaften, einer Weltmeisterschaftsteilnahme bei der WM in Neuseeland vor 2 Jahren im Deutschen Frauenachter (7. Platz) sowie einer Bronzemedaille bei Europameisterschaften und zuletzt einem vierten Platz bei den U23-Weltmeisterschaften im Jahr 2011 verfügt sie aber bereits über eine relativ umfangreiche Großbooterfahrung, die ihr auf der Schlagposition des diesjährigen Olympia-Frauenachters sehr von Nutzen sein kann. Schließlich geht es darum, durch das Erreichen des Endlaufs dem sich seit Peking auf dem absteigenden Ast befindlichen Deutschen Frauenriemenrudern wiedermit  einem Achtungserfolg auf die Beine zu helfen.

Setzen wir darauf, dass der Lake Eton Dorney, der ca. 40 km von London entfernt liegende  Austragungsort der diesjährigen Olympischen Regatta, schon immer ein gutes Geläuf für RVE- Mitglieder war: 2006 Gold für Bernd Heidicker im Achter, Silber für Gregor Hauffe im Vierer ohne und für Annina Ruppel im Frauenachter, 2011 Bronze für Rene Stüven im Junioren-Doppelvierer. Und 2012 ???

   
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